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Absicherung von Maschinen

Die Anforderungen an die Absicherung von Maschinen haben sich mit fortschreitender Automatisierung sehr verändert. Früher wirkten Absicherungen im Arbeitsablauf störend, daher wurde oft auf Schutzeinrichtungen verzichtet. Heute lassen sich die Schutzeinrichtungen sehr gut in den Arbeitsprozess integrieren. Aus diesem Grund sind zuverlässige und in den Arbeitsprozess integrierte Schutzeinrichtungen unverzichtbar.

Richtlinien zur Absicherung von Maschinen

Die Maschinenrichtlinie
Die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG richtet sich an Hersteller und Inverkehrbringer von Maschinen und Geräten. In der Maschinenrichtlinie werden die Aufgaben zur Erfüllung der Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen festgelegt. Hersteller sind verpflichtet, die geltenden Sicherheitsbestimmungen bereits in der Konstruktion zu berücksichtigen. Um die Konformität der Maschine mit der Richtlinie zu dokumentieren, muss der Hersteller das CE-Zeichen an jeder Maschine sichtbar anbringen und eine EG-Konformitätserklärung mitliefern. Sie gilt für die Herstellung von Maschinen sowie für einzeln in den Verkehr gebrachte Sicherheitsbauteile, aber auch für gebrauchte Maschinen und Geräte aus Drittländern, die erstmals im europäischen Wirtschaftsraum in den Verkehr gebracht werden (z.B. USA/Japan).

Normen zur Absicherung von Maschinen

Eine Norm wird von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft an die entsprechenden Gremien in Auftrag gegeben. Hier werden nun die technischen Spezifikationen zur Erfüllung der wesentlichen Sicherheitsanforderungen der richtlinie festgelegt. Sobald sie durch die Abstimmung angenommen ist, wird die Norm im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft veröffentlicht. Erst dann gilt sie als eine harmonisierte Norm und ersetzt alle nationalen Normen zu diesem Thema.

Aufbau der Normen zur Absicherung von Maschinen

Sicherheitsnormen (Auszug)

EN 292 (ISO 12100-1-2)
ISO 12100-1-2003 stellt grundsätzliche Terminologie und Methodik fest und beinhaltet technische Leitsätze und Spezifikationen.

EN 60204-1 (CEI 60204-1)
Diese Norm bezieht sich auf elektrische Ausrüstung von Maschinen und allgemeine Anforderungen für einzelne Maschinen oder Maschinengruppen.

EN 1088 (ISO 14119)
Norm für Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen.

EN 954-1 (EN ISO 13849-1)
Diese Norm umfasst die Sicherheitsbezogenen Teile von Steuerungen nach der EG-Maschinenrichtlinie.

EN 574
Die Sicherheitsanforderungen für Zweihand Sicherheitssteuerungen werden hier festgelegt.

EN 418 (ISO 13850)
Diese Norm beinhaltet die funktionellen Aspekte für Not-Aus-Einrichtungen.

EN 294 (ISO 13852)
Hierbei handelt es sich um die Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von Gefahrenstellen mit den oberen Gliedmaßen.

EN 811 (ISO 13853)
Hierbei handelt es sich um die Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von Gefahrenstellen mit den unteren Gliedmaßen.

EN 349 (13854) Diese Norm umfasst die Mindestabstände zur Vermeidung des Quetschens von Körperteilen.

EN 1050 (ISO 14121)
Risikobeurteilung

EN 999 (ISO 13855) Diese Norm beinhaltet die Anforderung an Schutzeinrichtungen im Hinblick auf die Annäherungsgeschwindigleit von Körperteilen.

Sicherheitsbezogene Steuerungssysteme für Maschinen

Wenn die Sicherheit von der richtigen Installation der Steuerung abhängt, muss dieses System so gestaltet sein, dass die Wahrscheinlichkeit von Funktionsstörungen möglichst minimal ist. Anderseits darf ein Fehler nicht zum Verlust der Sicherheitsfunktion der Maschine führen. Um diese Voraussetzungen zu erfüllen, sollen in Europa die von der Europäischen Kommission entwickelten harmonisierten Normen angewendet werden. Bei einem Unfall werden durch Anwendung der harmonisierten Normen zusätzliche Zeit und Kosten eingespart, wenn der Nachweis der Konformität des sicherheitsbezogenen Steuerungssystems mit den wesentlichen Voraussetzungen der Maschinenrichtlinie erbracht worden ist.